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Geltungszeitraum von: 15.06.2002

Geltungszeitraum bis: 31.03.2009

Ordnung des Konventes der Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter in der Schwerhörigenseelsorge

Vom 6. Mai 2003

(ABl. ELKTh S. 106)

Der Landeskirchenrat der Evang.-Luth. Kirche in Thüringen hat aufgrund von § 82 Abs. 2 Nr. 3 der Verfassung die folgende Ordnung des Konventes der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Schwerhörigenseelsorge in Thüringen beschlossen:
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§ 1
Zielsetzungen

( 1 ) 1 Der Konvent ist der Zusammenschluss der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Schwerhörigenseelsorge auf dem Gebiet der Evang.-Luth. Kirche in Thüringen. 2 Er dient der Zurüstung für den Dienst der Verkündigung, Seelsorge und Diakonie an den schwerhörigen Menschen.
( 2 ) Der Konvent hält Kontakt zu:
  • dem Konvent der Gehörlosenseelsorger der Evang.-Luth. Kirche in Thüringen,
  • dem Konvent der Hörgeschädigtenseelsorger der Evang. Kirche der Kirchenprovinz Sachsen,
  • den auf dem Gebiet der Evang.-Luth. Kirche in Thüringen bestehenden Schwerhörigenschulen sowie deren Elternverbänden,
  • den örtlichen und überregionalen Verbänden und Zusammenschlüssen der schwerhörigen Menschen,
  • den Schwerhörigenseelsorgern und Schwerhörigenseelsorgerinnen der Röm.-Kath. Kirche auf dem Gebiet der Evang.-Luth. Kirche in Thüringen.
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§ 2
Zusammensetzung

Dem Konvent gehören an:
  • die vom Landeskirchenrat hauptamtlich mit der Schwerhörigenseelsorge beauftragten Pfarrer und Pastorinnen,
  • die vom Landeskirchenrat nebenamtlich mit der Schwerhörigenseelsorge beauftragten Pfarrer und Pastorinnen,
  • die in der Schwerhörigenseelsorge tätigen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen,
  • der zuständige Dezernent oder die zuständige Dezernentin des Landeskirchenrates,
  • die Schwerhörigenseelsorger und Schwerhörigenseelsorgerinnen im Ruhestand ohne Stimmrecht.
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§ 3
Aufgaben des Konventes

( 1 ) Der Konvent erfüllt seine Aufgaben in Abstimmung mit dem für die Schwerhörigenseelsorge zuständigen Dezernat der Evang.-Luth. Kirche in Thüringen.
( 2 ) Der Konvent hat insbesondere folgende Aufgaben:
  1. Planung und Beratung bei der Durchführung der Verkündigung, Seelsorge und Diakonie wie:
    • Bibel- und Familienfreizeiten,
    • Aus- und Weiterbildung der Konventsmitglieder und Zurüstung der Ehrenamtlichen in Abstimmung mit dem zuständigen Dezernenten/der zuständigen Dezernentin,
    • Herausgabe fachlicher Informationen und Förderung des beruflichen Austausches,
    • Angebote im Rahmen der Evangelischen Erwachsenenbildung für schwerhörige Menschen;
  2. Mitwirkung bei der Erarbeitung des Haushaltsplanes für den Bereich der Hörgeschädigtenseelsorge;
  3. Vorschlagsrecht bei der Besetzung von Stellen im Bereich der Schwerhörigenseelsorge;
  4. im Einzelfall Angebot persönlicher Hilfe in Fragen des Dienstes.
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§ 4
Arbeitsweise

( 1 ) Der Konvent kommt in der Regel zweimal jährlich zusammen.
( 2 ) 1 Der Konvent wählt aus seiner Mitte den Vorsitzenden oder die Vorsitzende sowie dessen oder deren Stellvertretung. 2 Diese werden in geheimer Wahl gewählt. 3 Stimmenthaltungen und ungültige Stimmen bleiben unberücksichtigt. 4 Die Amtszeit beträgt 4 Jahre. 5 Wiederwahl ist möglich.
6 Die gewählten Leitungspersonen bedürfen der Bestätigung durch den Landeskirchenrat.
7 Der oder die Vorsitzende ist zugleich Vertretung des Konventes im Dachverband.
( 3 ) 1 Der oder die Vorsitzende lädt den Konvent spätestens vier Wochen vor der Zusammenkunft unter Angabe der Tagesordnung ein. 2 Anträge der Konventsmitglieder müssen spätestens eine Woche vor Sitzungsbeginn bei dem oder der Vorsitzenden eingereicht werden. 3 Später eingehende Anträge können mit Zustimmung der Zweidrittelmehrheit der anwesenden Mitglieder auf die Tagesordnung gesetzt werden.
( 4 ) Der Konvent ist beschlussfähig mit der Zahl der erschienenen Mitglieder.
( 5 ) 1 Bei Abstimmungen entscheidet die Mehrheit der abgegebenen Stimmen. 2 Stimmenthaltungen und ungültige Stimmen bleiben unberücksichtigt. 3 Bei Stimmengleichheit gilt ein Antrag als abgelehnt. 4 Die Beschlüsse des Konventes sind für die Mitglieder verbindlich.
( 6 ) Der Konvent kann in Übereinstimmung mit dem oder der zu Beauftragenden einzelne Aufgaben an seine Mitglieder übertragen.
( 7 ) Die Teilnahme am Konvent gehört zum Dienstauftrag.
( 8 ) 1 Der Konvent kann sich eine Geschäftsordnung geben. 2 Diese bedarf der Genehmigung des Landeskirchenrates.
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§ 5
Inkrafttreten, Außerkrafttreten

( 1 ) Diese Ordnung tritt am Tage nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Evang.-Luth. Kirche in Thüringen in Kraft.
( 2 ) Gleichzeitig tritt die Ordnung des Konventes der Mitarbeiter in der Gehörlosenseelsorge, Schwerhörigenseelsorge und der Seelsorge für Ertaubte in Thüringen vom 24. Januar 1994 (ABl. 1994, Seite 138) außer Kraft.