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Ordnung für den Seelsorgebeirat der Föderation
Evangelischer Kirchen in Mitteldeutschland

Vom 19. Dezember 2006

(ABl. 2007 S. 275)

Das Kollegium des Kirchenamtes hat aufgrund von Artikel 14 Abs. 2 Nr. 1 und 2 der Vorläufigen Ordnung der Föderation Evangelischer Kirchen in Mitteldeutschland folgende Ordnung für den Seelsorgebeirat in der Föderation Evangelischer Kirchen in Mitteldeutschland beschlossen.
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§ 1
Aufgaben

( 1 ) Der Seelsorgebeirat in der Föderation Evangelischer Kirchen in Mitteldeutschland berät die Kirchenleitung der Föderation, die Kirchenleitungen der Teilkirchen und das Kirchenamt in Fragen der Qualitätssicherung der Seelsorge, insbesondere der Aus- und Weiterbildung in diesem Bereich.
( 2 ) Der Seelsorgebeirat vertritt den Bereich Seelsorge in den gemeinsamen Konferenzen der Dienste, Einrichtungen und Werke in der Föderation.
( 3 ) Der Seelsorgebeirat hat insbesondere folgende Aufgaben:
  1. Förderung der Kontakte zwischen verschiedenen Bereichen der Sonderseelsorge,
  2. Förderung und Unterstützung der Gemeindeseelsorge,
  3. Koordinierung und Profilierung der Seelsorgeaus- und Weiterbildung in der Föderation,
  4. Beratung und Unterbreitung von Personalvorschlägen für spezielle Seelsorgeaufgaben, insbesondere bei überregionalen Stellen,
  5. Entscheidung über die Aufnahme in die Liste für Supervision, Fallgruppenleitung in der Föderation,
  6. Unterstützung der Arbeit des zuständigen Referates im Kirchenamt.
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§ 2
Zusammensetzung

( 1 ) 1 Der Seelsorgebeirat wird vom Kollegium auf Vorschlag der entsprechenden Gremien für die Dauer von sechs Jahren berufen.
2 Folgende Gremien wählen je eine Person und deren Stellvertretung aus ihrer Mitte und schlagen sie zur Berufung vor:
  1. die Regionalkonferenz für Gefängnisseelsorge,
  2. der Krankenhausseelsorgekonvent,
  3. der Konvent für Polizeiseelsorge,
  4. der Konvent für Schwerhörigen- und Gehörlosenarbeit,
  5. der Konvent für Telefonseelsorge,
  6. der Konvent für Seelsorge in der Bundeswehr,
  7. der Arbeitskreis für Aussiedlerseelsorge,
  8. die Gemeindeberatung,
  9. die Notfallseelsorge,
  10. der Gesamtkonvent der Evangelischen Familien- und Lebensberatungsstellen,
  11. die Schulseelsorge,
  12. bis zu zwei weitere Personen auf Vorschlag des Seelsorgebeirates.
3 Die jeweilige Stellvertretung soll aus der anderen Teilkirche kommen.
( 2 ) Dem Seelsorgebeirat gehören die zuständige Referatsleiterin oder der zuständige Referatsleiter des Kirchenamtes, ein Vertreter des Diakonischen Werkes der Föderation Evangelischer Kirchen in Mitteldeutschland und eine der Leiterinnen oder einer der Leiter der Seelsorgeseminare der Föderation Evangelischer Kirchen in Mitteldeutschland, die oder der vom Kirchenamt bestimmt wird, an.
( 3 ) Der Seelsorgebeirat wählt aus seiner Mitte eine Vorsitzende oder einen Vorsitzenden und deren oder dessen Stellvertretung jeweils für drei Jahre.
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§ 3
Arbeitsweise

( 1 ) 1 Der Seelsorgebeirat tagt mindestens zweimal im Jahr. 2 Zu den Sitzungen wird durch die Vorsitzende oder den Vorsitzenden unter Angabe der Tagesordnung eingeladen.
( 2 ) 1 Der Seelsorgebeirat ist beschlussfähig, wenn ordnungsgemäß vierzehn Tage vor dem Termin schriftlich eingeladen wurde. 2 Er entscheidet mit Mehrheit der Anwesenden.
( 3 ) Der Seelsorgebeirat kann Arbeitsgruppen zur Erledigung spezieller Aufgaben einsetzen.
( 4 ) 1 Über die Sitzungen des Seelsorgebeirates wird ein Protokoll geführt. 2 Ein Protokoll der Sitzungen erhält die Föderationskirchenleitung zur Kenntnis.
( 5 ) Die Geschäftsführung für den Seelsorgebeirat liegt beim zuständigen Referat des Kirchenamtes.
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§ 4
Übergangs- und Schlussbestimmungen

( 1 ) 1 Diese Ordnung tritt am 1. Januar 2007 in Kraft. 2 Gleichzeitig tritt die Ordnung für den Seelsorgebeirat der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen vom 21. Februar 1997 (ABl. EKKPS S. 115) und die Richtlinie für die Arbeit des Beirates für Seelsorge der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Thüringen vom 2. Januar 1994 außer Kraft.
( 2 ) Die Mitglieder der bisherigen Seelsorgebeiräte bleiben bis zur Konstituierung des Seelsorgebeirates nach dieser Ordnung im Amt.